Aufruf zur Beteiligung an 1. Mai Aktivitäten in Stuttgart und einen Klimagerechtigkeitsblock
Aufruf zur Beteiligung an 1. Mai Aktivitäten in Stuttgart und einen Klimagerechtigkeitsblock

Aufruf zur Beteiligung an 1. Mai Aktivitäten in Stuttgart und einen Klimagerechtigkeitsblock

Fridays for Future Stuttgart, Ende Gelände Stuttgart und die Interventionistische Linke Stuttgart rufen zur Beteiligung an den 1. Mai Aktivitäten in Stuttgart auf. Auf der Revolutionären 1. Mai Demo gestalten sie mit dem “Klimagerechtigkeitsblock” einen eigenen Bereich. Bei der DGB-Demo schließen sie sich dem klassenkämpferischen und antikapitalistischen Bereich an. Gerne teilen wir hier ihren Aufruf zum 1. Mai.

Aufruf zum Klimagerechtigkeitsblock auf der Revolutionären 1.Mai Demo Stuttgart 2022

Es folgt Krise auf Krise und es nimmt kein Ende: Wirtschaftskrisen, Kriege, Flucht, Corona-Pandemie – und darüber hinaus die globale Klimakatastrophe von schwer begreiflichem Ausmaß. Die Ursachen dieser Krisen liegen zentral im Kapitalismus und seinen Produktions- und Lebensverhältnissen. Bei der Bewältigung der Krisen zeigen sich Klassen- und Unterdrückungsverhältnisse. Die Folgen bekommen Beschäftigte und arme Menschen am härtesten zu spüren: Sowohl die Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg und extremen Klimaphänomenen als auch die Menschen hier, die ihren Lebensunterhalt immer schlechter bestreiten können. Frauen und queere Menschen treffen diese Krisen und Kriege noch härter, beispielsweise sind weltweit deutlich mehr Frauen als Männer von Armut und Gewalt betroffen. Auf dem Rücken dieser Menschen sichern Kapital und Patriarchat sich ihren Erhalt!

Der imperialistische Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine muss sofort gestoppt werden! Bislang passiert jedoch das Gegenteil. Durch die Importe von Gas, Öl und Kohle aus Russland finanziert die BRD diesen Krieg mit. Der fossile Kapitalismus heizt also nicht nur das Klima an, sondern auch Kriege und Konflikte. Statt zynischer Appelle, doch ein bisschen weniger zu heizen, müssen wir jetzt raus aus fossilen Energieträgern. Das geht nur mit einem Ausbau erneuerbarer Energien und einer Mobilitätswende – vor allem jedoch müssen wir weg von der kapitalistischen Illusion ewigen Wachstums, hin zu einer demokratischen Produktionsweise, die sich nach menschlichen Bedürfnissen und planetaren Grenzen richtet.

100 Milliarden Euro Sonderhaushalt für das deutsche Militär beenden keinen Krieg. In der Aufrüstungsspirale gibt es nur Verlierer, außer die
deutsche Rüstungsindustrie, die schon jetzt massive Gewinne verzeichnet. Energiesparen beginnt nicht an unserer Heizung, sondern bei Rheinmetall, Heckler&Koch und Daimler! Wir stellen uns gegen Aufrüstung und mediale Kriegsbegeisterung und solidarisieren uns mit den Menschen, die unter dem Krieg leiden – in der Ukraine und in Russland. Die sich wehren, die kämpfen müssen, die fliehen und desertieren und  in deren Interesse der Krieg nicht geführt wird.

Nicht nur in der Ukraine, sondern weltweit sorgen Krieg und Klimakrise dafür, dass Millionen Menschen ihr Zuhause verlieren: Wir wollen offene Grenzen für alle, egal ob aus Moria, Afghanistan oder den Wäldern von Belarus und Polen. Das rassistische Grenzregime der EU muss fallen.

Der 1. Mai ist der internationale Tag des Kampfes aller Arbeiter*innen.Kapitalinteressen und imperialistische Kriege spalten uns – in unseren
Kämpfen für eine andere, bessere Zukunft sind wir vereint. Für eine klimagerechte Welt ohne Krieg und Flucht müssen wir Kapitalismus und Patriarchat ein Ende bereiten und für einen radikalen Systemwandel kämpfen. Eine andere Gesellschaft ist bitter notwendig und wir müssen gemeinsam unsere Bewegung von unten aufbauen. Am 1.Mai auf der Straße und an jedem weiteren Tag.

Deshalb rufen wir auf zur Beteiligung an der Revolutionären 1. Mai Demo Stuttgart im Klimagerechtigkeitsblock: Wir sind der Kipppunkt für ihr System! Dem Kapitalismus einheizen – für ein revolutionäres Klima der Gerechtigkeit!

1.Mai 2022 – 11:30 Uhr – Rotebühlplatz

Flyer als DIN5 PDF

 

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