Warum es wichtig ist trotz der Pandemie am 1. Mai auf die Straße zu gehen
Warum es wichtig ist trotz der Pandemie am 1. Mai auf die Straße zu gehen

Warum es wichtig ist trotz der Pandemie am 1. Mai auf die Straße zu gehen

In der Krise müssen wir kämpfen!

Es ist nicht mehr lange bis zum 1. Mai 2021. Die Pandemie bestimmt weiterhin das Geschehen und die Infektionszahlen steigen wieder. Es braucht einen verantwortungsvollen Umgang mit dieser Situation. Jetzt Verantwortung zu übernehmen bedeutet aber auch, den Angriffen des Kapitals und der unsozialen Krisenlösung der Regierung etwas entgegenzusetzen – aktiv im Betrieb und auf der Straße.

Denn Kapitalisten und ihre Verbände nutzen die Pandemie und die schwierigen Kampfbedingungen der Gewerkschaften aus, um Verschlechterungen durchzudrücken. Das hat die letzte Tarifrunde im öffentlichen Dienst gezeigt und das zeigt auch die laufenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie. Der Arbeitgeberverband Südwestmetall fordert nicht nur eine Nullrunde beim Lohn, sondern möchte erkämpfte Errungenschaften vieler Jahre wieder platt machen. Die Dividenden für die Aktionäre großer Konzerne sprudeln weiterhin, dennoch bestimmen Entlassungen, Werkschließungen und Produktionsverlagerungen die Situation vieler Betriebe und Einrichtungen in der Region.

Politik für Reiche und Konzerne

Gekaufte und beeinflusste Politiker – wie jüngst die CDUler Nüßlein und Löbel – sind nur die Spitze des Eisberges und zeigen im Kleinen, was wir für ein Problem im Großen haben – eine von Konzerninteressen bestimmte Politik. Der Umgang mit der Pandemie, wie beispielsweise mit Schutzausrüstung, den Impfpatenten, der Bezahlung in Pflege, Kitas oder im Krankenhaus und die Achterbahnfahrt beim Öffnen und Schließen, führt uns das jeden Tag vor Augen.

Während die Regierung Unternehmen mit Milliarden-Hilfen unterstützt, müssen insbesondere Frauen und Mütter schauen, wie sie die zahlreichen soziale Bedürfnisse auffangen. Sie sind es, die eine Doppelbelastung im Homeoffice organisieren oder die ihre Erwerbstätigkeit reduzieren und unbezahlten Urlaub nehmen, um Kinderbetreuung und Angehörigenpflege zu gewährleisten. Das hat nachhaltige Folgen: schlechtere Chancen auf unbefristete Übernahme, fehlender Lohn und Altersarmut.

Und die Klimakrise? Die ist im Zuge der Corona-Pandemie in den Hintergrund getreten, obwohl wir nur noch wenige Jahre Zeit haben, eine Katastrophe zu verhindern. Auch die Not vieler Menschen, die aufgrund von Kriegen und politischer Verfolgung gezwungen sind zu flüchten, darf im Corona Geschehen nicht einfach in Vergessenheit geraten.

Für Klassenkampf – gerade jetzt!

Wenn Staat und Kapital zum Angriff blasen und den Klassenkampf von oben anheizen, hilft nur Gegenwehr. Sowohl gegen betriebliche Angriffe, als auch gegen drohende Kürzungsprogramme nach den nächsten Wahlen. Kein Tag eignet sich besser als der 1. Mai, die verschiedenen Kämpfe zu verknüpfen, denn noch nie in der Geschichte hat ein Wandel einfach so stattgefunden. Schon immer waren Veränderungen das Resultat von Klassenkämpfen- von vielen Menschen, die sich nicht haben unterkriegen lassen.

Wir sind verschiedene Menschen aus ganz unterschiedlichen Berufen und Branchen, doch verbinden uns unsere gemeinsamen Interessen: Gute Lebensbedingungen, eine gesicherte Zukunft, eine Rente die zum Leben reicht und eine Umwelt, die wir guten Gewissens unseren Kindern übergeben können und dafür müssen wir an einem Strang ziehen. Für unsere Ziele spielt es keine Rolle, ob wir bei Daimler oder im Krankenhaus arbeiten, bei Großkonzernen, als Fahrradkurier, im Jugendhaus oder in der Kita. Wir lassen uns nicht gegeneinander aufhetzen und spalten! Nicht in Stammbelegschaften oder Leiharbeiter:innen, nicht in Männer, Frauen und andere Geschlechter und nicht in Deutsche oder Migrant:innen. Wir sind eine Klasse.

Zusammen gehört uns die Zukunft.
Kämpfe vereinen – Kapitalismus abschaffen!
Komm mit uns am 1. Mai auf die Straße!